11. Dezember

Heute, an Tag 11 kommt ein Beitrag von Christian P.

Meine Kulturtipps für Dresden
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Bevor ich 2001 nach Dresden zog, wohnte ich in der Einöde des
Oberharzes. Außer einer Technischen Universität, ehemaligen
Bergwerken und viel Landschaft (hauptsächlich Fichtenmonokultur) gibt
es dort nicht viel.

Da ich eher zur Subkultur als zur Hochkultur neige, sehen meine
Tipps für Dresden entsprechend aus:

* Spätkunstshop NM9

Das NM9 (Neustädter Markt 9, in Nähe vom Goldenen Reiter) ist kein
normaler Spätshop. Während in den typischen Spätshops das Motto lautet:
„Reingehen, kaufen, wieder rausgehen“, ist dieser Laden eigentlich eher
eine gemütliche Lounge, bei der man im Sommer auch draußen sitzen
kann. Neben dem Getränkeangebot gibt es immer wieder Kunstaktionen
wie etwa „Hast’n da? Hast’n da? Zeig‘ mal her!“, eine Ausstellung
zum Mitmachen. Manche der Kunstaktionen sind auch mit Livemusik
verbunden. Außerdem ist das NM9 Treffpunkt der International Friends.

* ’shclub (Neustadt English Club)

Jeden Mittwoch trifft sich irgendwo in der Dresdner Neustadt der ’shclub.
Eine schöne Gelegenheit, um als Nichtmuttersprachler mal wieder sein
Englisch aufzufrischen. Es gibt keinen festen Treffpunkt und kein festes
Thema, stattdessen werden verschiedene Kneipen oder Cafes in der äußeren
Neustadt durchprobiert. Der genaue Treffpunkt wird jeweils ein paar
Tage vorher im Netz angekündigt. Tatsächlich gehe ich inzwischen aber
eher zum Treffen der International Friends (siehe NM9).

* Alte Feuerwache Loschwitz

In der Alten Feuerwache Loschwitz ist unter anderem der club|debil
zuhause. Dieser pendelt zwischen Avantgarde, Noise und Dark Ambient
und führt im Keller der Feuerwache in (un)regelmäßigen Abständen
Veranstaltungen durch. Auch am Morphonic Lab ist der club|debil
beteiligt.

* Morphonic Lab

Mitten im Großen Garten liegt das Barockpalais, in dem jährlich das
Morphonic Lab stattfindet. Die Veranstaltung bildet eine Bühne für
experimentelle Musik, die je nach Künstler von Noise bis Ambient reicht.
Durch den teilrestaurierten Zustand des Barockpalais und die
Video-Deckenprojektionen wird die Atmosphäre der Veranstaltung gut
ergänzt.

* Gitarre? Modern Fingerstyle!

Wer auf instrumentale Gitarrenmusik steht, sollte sich einen der folgenden
in Dresden wohnenden Musiker anhoeren:
– Farid Ben Miles
– Marcel Mokbel
– Sönke Meinen

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